
Eine Wohnung im fünften Stock scheint vor Einbrüchen geschützt zu sein. Doch die Stockwerksnummer allein sagt fast nichts über das tatsächliche Risiko eines Einbruchs aus. Aktuelle Daten zeigen, dass die physische Zugänglichkeit der Wohnung wichtiger ist als ihre Höhe. Erdgeschoss, erster Stock, oberster Stock mit Terrasse: Jede Konfiguration weist eigene, oft unterschätzte Verwundbarkeiten auf.
Reale Zugänglichkeit der Wohnung: das Kriterium, das Einbrecher vor dem Stockwerk bewerten
Sie wohnen im dritten Stock und denken, Sie sind in Sicherheit? Ein Balkon, der mit dem Nachbargebäude verbunden ist, ein temporäres Gerüst oder eine stabile Regenrinne können einen vermeintlich sicheren Stock in ein leichtes Ziel verwandeln. Einbrecher denken in Bezug auf den Zugang, nicht in Bezug auf die Stockwerksnummer.
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Der Ministerielle Statistikdienst für Innere Sicherheit (SSMSI) hat in seinen Ende 2024 veröffentlichten Daten hervorgehoben, dass der Anteil der Einbrüche, die durch das Klettern an Fassaden oder Balkonen erfolgen, seit mehreren Jahren zunimmt. Diese Vorgehensweise erhöht die Exposition der ersten und zweiten Etagen, die mit kommunizierenden oder vorstehenden Balkonen ausgestattet sind, selbst wenn sie nicht direkt zur Straße hin zeigen.
Die Schadensanalysen von Versicherern wie Generali und Axa bestätigen diesen Trend. Das Stockwerk ist kein isoliertes Preiskriterium mehr in den Wohngebäudeversicherungsverträgen. Zuschläge oder Rabatte hängen jetzt von kombinierten Variablen ab, zum Beispiel einem Erdgeschoss, das auf einen nicht eingezäunten öffentlichen Raum führt, oder einem hohen Stockwerk mit zugänglicher Dachterrasse. Es gibt auch Statistiken zu Einbrüchen in Wohnungen und Stockwerken, die diese Unterschiede zwischen den Ebenen detailliert darstellen.
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Der wahre Risikofaktor ist die Kombination aus der Höhe der Wohnung und ihrer unmittelbaren Umgebung: das Vorhandensein eines Geschäfts in der Nähe, die Nähe eines Flachdachs, der Zugang über einen wenig überwachten Innenhof.

Erdgeschoss und erster Stock: warum diese Ebenen die Einbrüche konzentrieren
Ohne Überraschung bleibt das Erdgeschoss die am stärksten exponierte Ebene. Der direkte Zugang von der Straße, ein schlecht eingezäunter Privatgarten oder ein gekipptes Fenster genügen. Die Mehrheit der Wohnungseinbrüche zielt auf diese Ebene ab, einfach weil der Einbrecher kein Kletterwerkzeug benötigt.
Der erste Stock folgt dicht dahinter. Regionale Zusammenfassungen der Gendarmerie Nationale in Île-de-France berichten seit 2022 von einer Zunahme der Einbrüche im ersten Stock über einem Geschäft. Bäckerei, Restaurant, Apotheke: Die Flachdächer oder Vordächer dieser Lokale bilden eine natürliche Trittfläche zu den Fenstern darüber. Dieser sehr konkrete Fall wird in klassischen Sicherheitsleitfäden selten erwähnt.
Typische Konfiguration einer verwundbaren Wohnung im ersten Stock
- Die Wohnung überblickt einen Gewerberaum, dessen Flachdach oder Vordach eine stabile Unterstützung zum Klettern bietet
- Ein durchgehender Balkon verbindet mehrere Wohnungen ohne physische Trennung, sodass man von einer Wohnung zur anderen gelangen kann
- Die Fassade weist architektonische Elemente (Konsolen, robuste Regenrinnen, dekorative Gitter) auf, die das Klettern erleichtern
Ab dem zweiten Stock sinkt das Risiko deutlich, vorausgesetzt, es gibt keinen seitlichen Zugang, der die Höhe ausgleicht. Ein zweiter Stock mit kommunizierendem Balkon bleibt exponierter als ein vierter Stock ohne Balkon.
Hohe Stockwerke und oberster Stock: eine falsche Sicherheit durch zugängliche Dächer
In der Höhe zu wohnen, gibt Sicherheit. Aber ein oberster Stock mit Dachterrasse kann ebenso verwundbar sein wie ein Erdgeschoss. Erfahrene Einbrecher gelangen manchmal über die Gemeinschaftsbereiche (nicht gesicherter Treppenhaus, Rauchabzugsluke, Technikraum) auf die Dächer.
Dieses Phänomen betrifft vor allem alte Gebäude, deren Dachzugänge nie gesichert wurden. In neueren Wohnanlagen begrenzen verschlossene Brandschutztüren und Zugangskontrollsysteme dieses Risiko. Der Unterschied zwischen zwei Gebäuden im gleichen Viertel kann erheblich sein.
Warum Versicherer nicht mehr nach Stockwerk urteilen
Die Preistabellen der Wohngebäudeversicherungsverträge haben sich weiterentwickelt. Anstatt automatisch einen Rabatt über dem dritten Stock anzuwenden, berücksichtigen die Versicherer mehrere Parameter:
- Das Vorhandensein oder Fehlen einer Terrasse, eines Balkons oder einer Loggia, die von außen zugänglich sind
- Die Art des Schlosses und der Eingangstür (sicher, A2P-zertifiziert oder Standard)
- Das Vorhandensein eines Alarm- oder Videoüberwachungssystems, das im Vertrag angegeben ist
- Die geografische Lage und die Einbruchrate der Gemeinde
Dieser Ansatz nach reale Zugänglichkeit statt nach Stockwerksnummer spiegelt wider, was die Schadensdaten zeigen: Eine Wohnung im sechsten Stock mit Dachterrasse und nicht gesicherter Eingangstür hat ein vergleichbares Risiko wie ein gut geschütztes Erdgeschoss.

Sicherheit in der Wohnung: Schutz an die reale Konfiguration anpassen
Zu wissen, welches Stockwerk am stärksten betroffen ist, hat nur dann einen Sinn, wenn es zu konkreten Entscheidungen führt. Den Schutz einer Wohnung im ersten Stock über einem Geschäft zu gewährleisten, erfordert nicht dieselben Maßnahmen wie die Sicherung eines obersten Stocks mit Dachzugang.
Im Erdgeschoss und im ersten Stock bleibt die Verstärkung der Öffnungen die Priorität: Rollläden mit Innenverriegelung, einbruchhemmendes Glas, diskrete Gitter an den exponiertesten Fenstern. Einbrecher suchen nach Schnelligkeit. Alles, was die Einbruchszeit über ein paar Minuten hinaus verlängert, schreckt sie ab.
Für die mittleren Stockwerke liegt die Wachsamkeit auf den Balkonen. Eine physische Trennung zwischen benachbarten Balkonen (massive Wand, hohe Gitter) erschwert den seitlichen Zugang erheblich. Das ist eine bescheidene Investition, die die Situation verändert.
In den oberen Stockwerken liegt die Sicherung des Zugangs zu den Dächern oft in der Verantwortung der Eigentümergemeinschaft. Zu überprüfen, ob die Dachluke verschlossen ist, ob das Treppenhaus über einen funktionierenden Codeschloss verfügt und ob die Gemeinschaftsbereiche nicht ständig offen sind, stellt eine realistische erste Schutzstufe dar.
Die Stockwerksnummer ist nur ein Indikator unter vielen. Was eine Wohnung tatsächlich schützt, ist die Kombination aus der Qualität der Zugänge, der unmittelbaren architektonischen Umgebung und den vorhandenen Sicherheitsvorrichtungen. Ein gut ausgestattetes Erdgeschoss widersteht besser als ein vernachlässigter dritter Stock.